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PFAS kann die Fruchtbarkeit von Frauen erheblich beeinträchtigen

Aktualisiert: 5. Juli 2023


PFAS kann die Fruchtbarkeit von Frauen erheblich beeinträchtigen

PFAS, eine Gruppe von persistenten Chemikalien, können erhebliche Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit von Frauen haben, wie neue Forschungsergebnisse zeigen.

Eine kürzlich veröffentlichte Studie in der Fachzeitschrift "Science of the Total Environment" legt nahe, dass Frauen mit erhöhten PFAS-Werten im Blut eine um durchschnittlich 40 Prozent geringere Wahrscheinlichkeit haben, innerhalb eines Jahres schwanger zu werden.

Die Studie umfasste 382 gebärfähige Frauen in Singapur, die versuchten, schwanger zu werden. Die Forscher analysierten die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft, die Zeit, die es dauerte, um schwanger zu werden, und die Wahrscheinlichkeit, ein lebendes Kind zur Welt zu bringen. Die Ergebnisse zeigten einen klaren Zusammenhang zwischen erhöhten PFAS-Werten im Blut und einer verringerten Fruchtbarkeit.


Dania Valvi, außerordentliche Professorin an der Icahn School of Medicine in New York und eine der Forscherinnen der Studie, betont, dass diese Ergebnisse besorgniserregend sind. Sie weist darauf hin, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) kürzlich festgestellt hat, dass ein großer Teil der Weltbevölkerung unter verminderter Fruchtbarkeit leidet. Die allgegenwärtige Exposition gegenüber PFAS und anderen hormonstörenden Chemikalien könnte zu diesem Problem beitragen.


Die neuen Erkenntnisse werden durch das Institute of Public Health unterstützt. Amalie Timmermann, Assistenzprofessorin am Institut für öffentliche Gesundheit der Universität Süddänemark, erklärt, dass Frauen mit höheren PFAS-Konzentrationen im Blut eine geringere Fruchtbarkeit aufweisen. PFAS sind bekannt dafür, das endokrine System zu stören und schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit zu haben.


Tina Kold Jensen, Professorin für Umweltmedizin an der Universität Süddänemark, stimmt dem zu und betont die Bedeutung der Ergebnisse. Sie weist darauf hin, dass Frauen, die schwanger werden möchten, Schwierigkeiten haben, die PFAS-Chemikalien aus ihrem Körper zu entfernen, da die im Blut gemessenen Konzentrationen eine Akkumulation über mehrere Jahre hinweg widerspiegeln.


Obwohl es schwierig ist, die Exposition gegenüber PFAS vollständig zu vermeiden, können Maßnahmen ergriffen werden, um die Belastung zu reduzieren. Der Austausch von Küchenutensilien, die PFAS enthalten, gegen PFAS-freie Alternativen ist ein erster Schritt. Ebenso sollten Körperpflegeprodukte, die PFAS enthalten, vermieden werden. Eine gründliche Überprüfung der Inhaltsstoffe von Produkten und das Vermeiden von PFAS-haltiger Kleidung und schmutzabweisenden Beschichtungen sind ebenfalls ratsam.

Die Filterung des Trinkwassers ist von großer Bedeutung, da PFAS in vielen Regionen in Mengen vorkommen, die die akzeptablen Grenzwerte überschreiten. Eine effektive Filterung erfordert entweder eine Umkehrosmoseanlage oder einen Aktivkohleblockfilter auf Kokosnussbasis. Dies gilt auch für das Bewässerungswasser beim Anbau von eigenem Gemüse, da PFAS auch im Regenwasser vorhanden sein kann.


Die Erkenntnisse aus der Forschung unterstreichen die Notwendigkeit, die Auswirkungen von PFAS auf die Fruchtbarkeit ernst zu nehmen und Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit von Frauen zu ergreifen. Es ist wichtig, das Bewusstsein für PFAS und andere schädliche Chemikalien zu schärfen und sowohl auf individueller als auch auf politischer Ebene Maßnahmen zu ergreifen, um die Exposition zu reduzieren und die Gesundheit und Fruchtbarkeit von Frauen zu unterstützen.



Source: TV2 Denmark Link to article: PFAS can significantly damage women's fertility



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